Unterkunft
SunriseSunset
MoonriseMoonset
Was eine Nacht, um 3 Uhr gepolter irgendwo im Flur, laute Stimmen, haben die Leute denn gar keine „Kinderstube“ gehabt.
Das Frühstück war üppig, lecker, perfekt.
Genau zur richtigen Zeit Start in Trondheim. Temperatur immerhin -10° C. Nach einer ganzen Weile geht es runter auf -21° C, es hat viel Schnee in der Landschaft, die Sonne lacht vom mehr oder weniger blauen Himmel. In Oppdal wird getankt, dann ist das auch erledigt für heute.
Es geht das Dovrefjell hoch. Die Sicht ist superklar. Anhalt am Parkplatz wie immer. Wollen doch mal sehen wie hier der Schnee trägt. Das klappt ja bestens, man versinkt kaum. Beim Aussteigen hatte es -24° C, gut eingepackt ist das kein Thema. Nach einer Weile gibt es einen Wegweiser. Von da geht eine Strecke schnurstracks leicht den Hügel hoch. Nun, wie soll ich gehen, lassen wie die Frage mal offen und gehen einfach mal weiter. Regelmäßig drehe ich mich um habe immer wieder eine leicht veränderte Sicht. Es wird ohne Ende Material für Panoramen geschossen, das gibt viel Arbeit zu Hause.
Dadurch, dass es stetig leicht bergan geht ist mir beileibe nicht kalt. Keine Ahnung, ob die Sonne auch ihres dazu tut. Wie am Parkplatz zu lesen war ist es verboten Drohnen im Nationalpark steigen zu lassen. Das ist wirklich schade, es nun trotzdem zu tun geht nicht.
Was mich total ärgert, mein depperter GPS-Logger funktioniert immer noch nicht. Gerade diesen Spaziergang hätte ich zu gerne aufgezeichnet. Vielleicht bekommt man über OSM heraus wo ich heute langgelaufen bin. Wie lange ich unterwegs war kann ich immerhin an den Fotos ablesen.
Der Umkehrpunkt war willkürlich gewählt oder vllt. auch weil langsam die Fußspitzen etwas fröstelten. Der Abstieg ging flotter, auch weil nun ja alles bereits im „Kasten“ war. Und dann, was war das, ja welch ein Zufall, ein Güterzug kommt von Norden.
Grob auf einer Karte gemessen waren das 2,3 km. Startzeit 10:55 Uhr, Rückkehr 12:46 Uhr. Die „Flur“ nennt sich „Grautbekken“ (laut G__gle).
Bis im Auto wieder warme Luft kommt und die angefrorenen Fußspitzen aufzutauen dauert ein wenig. Deshalb halte ich auch nicht mehr am gleich kommenden anderen Parkplatz.
Es geht ab auf die, was ist es, die [29]. Wow, was eine Sicht, sie reicht gefühlt ewig, die Berge in der Ferne scheinen zum Greifen nah. Die Straße ist wie gewohnt mehr oder weniger mit Schnee bedeckt und es ist geboten deutlich vorsichtiger zu fahren, aber es hat Zeit genug, kein Grund zu hetzen.
Am Solbergplassen halte ich an, obwohl sich am Anblick ja nichts geändert hat, außer, dass die Bäume vllt. ein paar Zentimeter gewachsen sind.
Dann beginnt die 12% Strecke. Zunächst lasse ich noch ein anderes Fahrzeug passieren, es ist immer besser niemanden im Nacken zu haben. Zunächst das sehr kurvenreiche erste Stück, was noch nicht so super steil ist. Fährt sich wie auf Schienen. Es liegt genug Split auf der Straße, das hilft ungemein. Auch der steilste Abschnitt ist geschafft. Tja und dann, was ist das, da tauchen Wolken und Dunst auf.
Da wo ich letztes Jahr anhalten konnte, an der Einfahrt zu einem Parkplatz, stand dieses Mal ein absolutes Halteverbots-Schild. Egal, für eins zwei Fotos wird es wohl gut gehen, aber länger will ich trotzdem nicht hier stehen bleiben. Die Idee auch hier mal in die Landschaft zu marschieren kann ich mir also in die Haare schmieren. Nun, dann findet sich eine andere Lösung.
Am Spitzsbergseter parkiere ich auf dem Parkplatz wo keine Beschilderung andeutet, dass es nicht erlaubt wäre oder was kostet. Von hier starten einige Loipen. Die Spuren betrete ich natürlich nicht es ist genügend Platz zum Laufen. Es hat eine gute Beschilderung. Tja, dann gehen wir einfach mal drauf los. Das Gelände ist nicht ganz eben, aber auch nicht wirklich steil. Es läuft sich wunderbar.
Es ist kein Mensch unterwegs. Nun es ist 15 Uhr, Freitag, da wird wohl die arbeitende Bevölkerung noch im „kontor“ sein, wie auch immer. Ich drehe eine mittelgroße Runde. Damit wäre dann der Tag in der Natur wohl für heute abgeschlossen, denke ich so bei mir und fahre zu. Noch eine Weile geht es auf der Hochebene weiter und dann beginnt bald der Abstieg. Genau an der Stelle hat es einen Parkplatz von dem man ganz gut in die Gegend gucken kann.
Ja, und wie man da in die Gegend gucken kann, die Sonne durchbricht gerade beim Sinken die Wolken und setzt sich noch mal spektakulär in Szene. Also auf jeden Fall anhalten und das noch mal festhalten. Eigentlich wollte ich schon wieder losfahren, aber, warum sich nicht im Auto den weiteren Sonnenuntergang ansehen und das Ganze in einem Video aufzeichnen. 21 Minuten darf so eine Video-Kamera ja am Stück aufzeichnen, bevor die Aufnahme automatisch abgebrochen wird. Daraus kann man sicherlich eine schnellere Version erstellen.
21 Minuten nur im Auto dasitzen, nein, keine Illustrierte lesen, einfach nur da sitzen. Meistens ist es absolut still, nur wenige Fahrzeuge durchbrechen ab und zu die Stille.
Abfahrt.
Hölle, auf der [E6] ist die selbige los, ein Verkehr wie in London. Fast ein Schock. Es wird langsam düster. Vor Lillehammer hat es immer noch eine Baustelle, aber es stockt nicht. Ganz anders auf der Gegenseite, ein Fahrzeug am anderen. Ich denke noch bei mir, fahren die alle ins Wochenende. Spoiler: Später sehe ich im Fernsehen einen Bericht, dass wohl heute die „vinterferie“ begonnen haben. Dann erklärt sich das also auch.
Das Hotel finde ich auch ohne Navi. An den Straßen sind die Parkmöglichkeiten die ab 17 Uhr nichts mehr kosten schon alle belegt. Direkt am Hotel ist auch ein Parkplatz, dort finde ich noch einen Platz. Die Fläche dort ist aber gut vereist, da schaue ich mir lieber zwei Mal an, wo und wie ich parke. Will ja auch morgen wieder dort vom Fleck kommen.
Einchecken im Hotel und was eine Freunde, mein Kommentar den ich bei der Buchung im Juli 2025 angegeben hatte, dass ich in 2025 im untersten Stockwerk war, noch deutlich unterhalb des Straßenlevels und ich doch bitte beim nächsten Mal etwas höher residieren würde war noch auf dem Schirm. Ich habe ein Zimmer im 8. Stock. Dem obersten Stock mit Zimmern. Hinterher dachte ich mir dann, ob das nicht in die Hose gehen wird, denn oben drüber liegt die Sky-Bar, da geht es am Wochenende bis 2 Uhr rund. So oder so, die Aussicht ist schon cool.
Erst noch den Gerätepark aufbauen und das heutige Material bergen, dann endlich aus den dicken Klamotten raus und Abmarsch in den „Heim Gastro-Pub“. Dort sitze ich nun. Habe mir glaube ich zum ersten Mal ein „STOUTMARINERT SVINENAKKE“ bestellt. Ich war positiv überrascht, das was super lecker, saftiges Fleisch, Gemüse dabei und eine leckere Sauce.
Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, wie im Taubenschlag.
Sehen wir den Fakten ins Auge, morgen ist der letzte komplette Tag in Norge, so sieht es aus, da gibt es nix zu beschönigen. Das Gute ist, die Wetteraussichten sind wieder erhellend und gut gekühlt. Der Plan sieht vor morgen in Geilo die versprochenen und geplanten Erledigungen zu tätigen, dann aber keine Runde am See zu drehen, sondern gleich zum Hotel zu fahren. Um dann dort das Fluggerät ein letztes Mal zum Einsatz zu bringen. Meines Wissens nach ist dort keine Restriktion anhängig.
Im Restaurant läuft über einen Beamer NRK 1, gerade kommt das „Wetter“. Tiefste Temperatur heute: 34,9° C in Karasjok, womit es seinem Ruf als ehemals kältesten Ort von Norwegen die Ehre gibt.
Zeit: 21:12 Uhr. Obwohl die Fahrtstrecke heute wieder nicht so lange war, die beiden „Spaziergänge“ haben die Sache in die Länge gezogen.
Aufbruch.
13.02.2026 Trondheim – Lillehammer